Wiek

  

 

 

Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 23. November 1897 nach Rostock. Das Porto für eine Inlandspostkarte im Fernverkehr betrug ab dem 1. Januar 1875 5 Pfennige und wurde durch Verwendung eines Postwertzeichens zu 5 Pfennigen (Ganzsache Mi.-Nr. P 36 I - Ausgabe aus dem Jahr 1894) entrichtet. Abgeschlagen wurde die Postkarte mit dem Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten WIEK / * (RÜGEN) *.

 

 

 

 

Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 19. Oktober 1944 nach Sosnowitz (Oberschlesien). Die Postkarte wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 6 Reichspfennigen (Ganzsache Mi.-Nr. P 312/09) frankiert und mit dem Zweikreisstegstempel WIEK (RÜGEN) / b abgeschlagen.

 

Mein liebes Muttilein! 18.X.1944
Du darfst nicht allzu schlecht
von Deiner Lütten denken, weil Du
so gar keine Nachricht bekommst. Mor-
ge schreibe ich ausführlich. Jetzt ist es
schon ½ 12, da will ich nur noch dies
Grußlein schreiben, damit Du Dir kei-
ne Sorgen machst. Ich bin gesund und
munter, nur ist im Moment toller
Betrieb, sodaß bis jetzt wenig Zeit zum
Schreiben blieb. Hab‘ vielen, vielen
Dank für Deine lieben Briefe und das liebe
Paket. Ich hab‘ mich über
alles riesig gefreut. Näheres hof-
fentlich morgen im Brief. Seit ge-
stern sind wir mit der Scheuerei hier
im Haus endlich fertig. Nun bin ich hier
nach Haus I provisorisch in Herrn Wil-
kes ehem. Zimmer gezogen, da hinten
nicht mehr geheizt wird (übrigens ist
die Elektrizitätsgeschichte wieder in Ordnung).